• Thomas Grohmann

Unter dem Kreuz des Südens

Aktualisiert: Mai 11


Wir sind wieder für ein paar Tage (besser gesagt: ein paar Nächte) zu "unserer" Astro-Farm, der Tivoli Southern Sky Guest Farm in Namibia, aufgebrochen. Diesmal reisen wir als Gruppe mit weiteren Vereinsmitgliedern der Sternwarte Hofheim, die nach zwei Jahren Vorbereitungszeit die Nächte zur Fotografie und Beobachtung von Himmelsobjekten auf der südlichen Erdhalbkugel nutzen wollen (zu den Astroaufnahmen). Hier, am Rand der Kalahari auf ca. 1.300 m N.N. herrschen im namibischen Winter optimale Bedingungen für astronomische Aktivitäten. Die Milchstraße, deren Zentrum nach Einbruch der Dunkelheit im Zenit steht und von Horizont zu Horizont reicht, zeigt sich in einer Detailfülle und erhabenen Prächtigkeit, die man sonst kaum noch auf unserem Planeten findet.

Bereits auf dem Flug von Frankfurt nach Windhoek war der Sternenhimmel und die "Drehung" der Sternbilder auf einen südlichen Betrachtungswinkel sehr gut auszumachen.

Die Eindrücke des ersten Abends auf der Farm waren einfach wieder unbeschreiblich. Leider kann ein zweidimensionales Bild dieses Erlebnis nicht annähernd wieder geben, allenfalls eine Idee davon vermitteln.

Der Arbeitsplatz unter der Milchstraße und den Magellanschen Wolken war mit Hilfe des Farminhabers relativ schnell eingerichtet, sodass schon in der ersten Nacht mit der Astrofotografie begonnen werden konnte. Einige Ergebnisse und weitere Aufnahmen in höherer Qualität finden sich hier.

Bis zur letzten Nacht konnten wir ungetrübt den schönen Blick auf den Südhimmel genießen. Die nachstehende Panorama-Aufnahme zeigt den 180°-Blick von den Magellanschen Wolken im Süden über das Band der untergehenden Milchstraße hinweg bis hin zur Andromeda-Galaxie in nördlicher Richtung.


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